Schulen-Unter-Wasser – eine gute Idee!

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Vom Schwimmer zum Open Water Diver!

Einer noch jungen Tradition folgend fand auch in diesem Jahr das Projekt „Schulen unter Wasser” statt, welches Schwimmer der 10. Klassen befähigen sollte, sich am Ende der Ausbildung „Open Water Diver” nennen zu können! So starteten 47 Schülerinnen und Schüler der Euopäischen Schule BerthavonSuttner und des Georg Herwegh Gymnasiums voller Euphorie mit der Theorieausbildung. Mehrmals im Monat wurde gebüffelt, gefragt und sich gewundert, mit Engelsgeduld erklärten Werner Fischer und Reiner Mutter immer wieder und wieder und wieder, ein und denselben Sachverhalt, bis auch der oder die letzte Schülerin es verstanden hatte. Ob sich Körper in bestimmten Tiefen ausdehnen oder doch zusammengepresst darstellen, was im Physikunterricht als langweilig und trocken erschien, bekam auf einmal überlebenswichtige Bedeutung! Seit diesen Stunden mit Werner und Reiner wissen wir, wir lernen in der Schule fürs Leben und in unserem Fall sogar fürs Überleben in bis zu 18m Tiefe! Wir danken Euch für diese Erkenntnis!

Nach schier endlos erscheinenden Theoriestunden wurde endlich die von allen mit Respekt erwartete Abschlussprüfung geschrieben und bestanden! Und damit konnten wir endlich ins Wasser, hurra! Die ersten „chten Tauchgänge” fanden zunächst im Schwimmbad statt. Hier lernten wir die Tauchlehrer Massimo Golnelli, Michel Vinel und KarlHeinz Heiner kennen, sie wurden unterstützt von Divemastern Yves Lisle, Wolfgang Krüger, Yves Fischer, Stefan Zummbach und Paul Stur. Denn was wir anfangs nicht ahnten war, die logistische Meisterleistung hat nur Erfolg, wenn alle Schüler mit anfassen und mit Hilfe der Divemaster und Tauchlehrer auch wissen, was sie wann wohin zu transportieren und anzufassen haben!

Doch damit nicht genug, diese riesige Anzahl von 5 Divemastern und 6 Tauchlehrern gewährleistete uns eine wirklich optimale Betreuungssituation im Schwimmbad und später auf unseren Freiwassertauchgängen. Ehrlich, wir Schüler haben uns zu jedem Zeitpunkt beobachtet und niemals allein gelassen gefühlt. Ganz schwierige Fälle bekamen immer einen „eigenen” Betreuer zugeteilt, egal wie oft man diese „Einzelfallhilfe” benötigte und wie lange es gedauert hat, bis eine Maske ausgeblasen werden konnte oder man sich ohne zu bewegen nur per Atmung austarieren konnte! Hier stellte sich schnell heraus, dass für diese Sonderaufgaben die Tauchlehrer oder Divemaster mit den stärksten Nerven ausgewählt wurden! Danke an das Team von Abyss Tauchsport, denn gemeinsam haben wir es geschafft!

Nachdem dann endlich alle Teilaufgaben von allen Schülern erfolgreich absolviert wurden, wir hätten nie gedacht, dass die Buchführung darüber für uns so entscheidend sein würde, stand der erste Freiwassertauchgang bevor! Wegen der großen Menge an Schülern fanden diese an verschiedenen Tagen in Berlin Heiligensee statt. Einige hatten echtes Glück, denn sie konnten das Wasser mit einer Sichtweite von bis zu 2 Metern genießen, andere hatten dann später Pech, denn der See „blühte” und sie sahen die Hand vor Augen kaum!

Begeistert wurde selbst in der Schule gefachsimpelt. Wir fühlten uns wie „beinahe”Profis, konnten mit Fachtermini die Mitschüler beeindrucken und die anfänglichen Zungenbrecher der Ausrüstungsteile waren längst keine mehr! Krönender Abschluss stellte die Prüfung am Helenesee dar. An 2 Wochenenden im Juni die wurden die erforderlichen Freiwassertauchgänge absolviert. Letzte Nachzügler konnten am Wochenende 15/16.09.2012 ihre Prüfung ablegen! Zur gleichen Zeit fand auch das erste Ehemaligentreffen aller SchulenunterWasser Staffeln am Helenesee statt. Diese Gelegenheit nutzten viele von uns, ihre frisch erworbenen Fähigkeiten zu festigen und sich bei dem AbyssTauchsportteam zu bedanken!

Cati Jäger

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