Tauchen mit Kinder – eine Herausforderung ?

Kinder das Tauchen beizubringen, ist sicherlich für viel eine Herausforderung. Aber das Glänzen in den Kinderaugen, nach dem Tauchabenteuer zu sehen, ist etwas Besonderes.

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Immer mehr Eltern möchten, dass ihr Kind diese Erfahrung machen darf. Das zeigt zum einen, dass die DSD Events auf Messen oder bei Dive Center DSD Events, fast ausschließlich mit Kindern abgedeckt werden. Nehmen wir nur mal die Messe Boot in Düsseldorf. Dort wurden in 9 Tagen knapp 900 Schnuppertauchende Kinder verzeichnet. Aber das Problem dabei ist das Flow Up um Kurse zu kreieren.

Es bedarf einiges an Überlegung und logistische Anpassungen, um Kinder Tauchkurse anzubieten. Es ist allen bewusst, das Kindertauchen eine sehr sensible Ausbildungslinie ist.

Stelle dir erst einmal die Fragen:

  • Habe ich einen geeigneten Instruktor und Divemaster?
  • Habe ich geeignete Tauchausrüstung ( sehr kleine Grössen & Kleine Tank`s )?
  • Habe ich geeignetes Schwimmbad Zeiten?
  • Habe ich eine geeignete Wassertiefe?

Wenn ich das erfüllen. Kommt der zweite Schritt sich mit den Kursstrukturen zu beschäftigen.

  • Ab welchem Alter biete ich Kinderkurse an?
  • Beginne ich mit dem Bubblemaker und Seal Team?
  • Biete ich einen Kits Club an?
  • Biete ich eine mitwachsende Kindertauchausrüstung an?
  • Biete ich Kindergeburtstage an?
  • All das sind sehr wichtige Überlegungen die letztendlich zum Erfolg führen. Es gibt einige sehr erfolgreiche PADI Dive Center in diesem Bereich. Eines meiner erfolgreichsten wird euch nachfolgend seine Strategie erklären.

Christian Timmermann & Astrid Böhme von Dive Company aus Wien – mehrfach ausgezeichnet mit dem PADI AWARD:
„Beste Kindertauchschule „- eine Tauchschule, die viel Erfahrung mit jungen Tauchern und Taucherinnen aufweist, haben sich im Jahr 2000 entschlossen, in diese Zielgruppe zu investieren – entsprechendes Equipment und pädagogischen Know How sind nur wenige Zutaten für das erfolgreiche Vorgehen dieser Tauchschule.
Wir möchten dir zu Beginn eine Situation schildern, die dir einen Kurs mit Kindern ein wenig näher bringt:

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Bubblemaker:
Die Eltern bringen ihre Kinder, füllen sorgfältig Formulare aus und möchten natürlich alle Fragen beantwortet haben.
“Wie lange dauert der Kurs? Wann sind die Kinder, wo abzuholen? Werden die Haare der Mädchen geföhnt? Dürfen Eltern beim Kurs dabei sein? …..

Die kursleitende Tauchlehrerin empfängt nun die Gäste im Hallenbad, beruhigt die aufgeregte Kindergruppe und hält anschließend für die Kinder ein ausgiebiges, kindgerechtes Briefing. Alle Fragen der Kinder zum heutigen Tauchgang werden geduldig beantwortet – natürlich wird darauf geachtet, dass jedes Kind aufmerksam ist und alles richtig verstanden hat.
“Kann man in den Atemregler rülpsen? Haben Sie schon Haie gesehen? Haben die wirklich so große Zähne? Wie viel sind genau 1000 Liter Luft? Was mache ich, wenn meine Augen in der Maske wegen des Chlorwassers tränen? Wie genau geht noch mal das Auftauchzeichen?“

In der Zwischenzeit werden die Tauchgeräte durch die Mitarbeiter der Tauchschule zusammengebaut, gecheckt und zum Beckenrand gelegt.
Nach dem Briefing nehmen die Kinder vor einem Tauchgerät Platz, ziehen zuerst die ABC-Ausrüstung an und werden von den Mitarbeiterinnen mit ihrem Tauchgerät ausgestattet. Zwei geduldige, erfahrene Tauchlehrerinnen, ein aufmerksamer Divemaster und eine fleißig helfende Betreuerin am Beckenrand stehen für die Tauchkinder einsatzbereit.
Fotos werden schon vor dem Tauchgang gemacht, die Aufregung ist am Höhepunkt angelangt. Die Kinder werden von den Tauchlehrerinnen, die inzwischen im Wasser sind, vom Beckenrand ins Wasser gehoben – die kindliche Wirbelsäule soll kaum Belastung spüren.
Mit dem Atemregler im kindlichen Mund wird nun nicht mehr geplappert – ein paar Atemzüge werden an der Oberfläche gemacht …… Abtauchen!
Schnell sind alle Köpfe unter Wasser. Von der Oberfläche aus, sieht man „Gezappel“ und aufgeregtes Treiben unter Wasser; das Unterwasserspielzeug findet bereits nach kurzer Zeit Einsatz …..

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Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, haben ganz besondere Bedürfnisse und müssen mit ihrer blühenden Fantasie, ihren geringen Erfahrungen, ihrer Neugierde und ihrem Forschungsdrang geduldig abgeholt werden.

Als Tauchschule, die Kinderkurse anbietet, übernehmen wir ganz spezielle Verantwortung:
Equipment:
Zu unserer Grundausstattung für Kinderkurse gehören 5 Liter-Flaschen, Kinderjackets – bleiintegriert und flexibel in den Schultergurten an die jeweilige Körpergröße anzupassen, Kindermundstücke bei Atemreglern, Kindermasken und Schnorchel.
Das Equipment muss perfekt passen und darf Kinder körperlich nicht überfordern
Personal:
Kindertauchen ist sehr personalintensiv – immerhin stellen wir für 8 Kinder drei Tauchprofis & Assi – auch das ist für uns selbstverständlich. Letztlich haben wir die Erfahrung gemacht, dass Kinder gut beaufsichtigt und gelenkt werden müssen, weil ihnen Erfahrung fehlt.

Wir fragen Christian Timmermann wo liegt das Geheimnis?

Unsere Tauchprofis für die Kinderkurse sind pädagogisch geschult, denn das Zauberwort für Erfolg bei Kinderkursen heißt: „kindgerecht“
Wenn wir Kinder fordern und fördern, sie dabei aber psychisch und physisch nicht überanstrengen, lernen sie spielerisch sehr schnell und sind bald in ihrem Element. Tauchen soll den Kindern eine Möglichkeit bieten, sich noch mehr zu entfalten und sich selbst in unterschiedlichsten Situationen wieder zu finden.Kinder können ihre Gefühle noch nicht exakt in Worte fassen – umso wichtiger für uns  ist es, die Gruppendynamik aufmerksam zu beobachten und jedem Kind individuell zu helfen. Jede gelungene Übung, jede gemeisterte Herausforderung stärkt das Selbstvertrauen. Wir haben bei vielen unserer Junior-Taucher eine Verbesserung der Schulnoten bemerkt, weil Selbstwert steigt und Ängste besser überwunden werden können.

Unsere jungen Kursteilnehmer nehmen Herausforderungen gerne an und sind stolz auf ihre Leistungen.
Kinder erleben durch das Tauchen ein gutes Training ihrer eigenen Bewegungsfertigkeiten und erkennen die eigene Leistungsfähigkeit.

Sie erweitern ihr soziales Umfeld, ihren Freundeskreis und erleben ein „Miteinander“. Gegenseitig helfen, unterstützen, Aufgaben annehmen und erledigen, Erfolg und Misserfolg erleben und teilen sind Bestandteil jedes Kurses – Tauchen ist ein Partner/Gruppensport.

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Unsere Erfahrung zeigt, dass sich Qualität durchsetzt und auch ihren Preis haben darf.
Das Geheimnis des Erfolges liegt in der RUNDUM-Betreuung von Eltern, dem sozialen Umfeld des Kindes und dem Kind selbst.
Eltern – egal ob Taucher oder Nichttaucher – möchten über den Erfolg ihres Kindes Bescheid wissen und sollen „Teil“ des Kurses sein. Informationsgespräche, sowie Angebote über den Grundkurs sind notwendig, denn: Niemand investiert gerne in „Sackgassen“ – Unsere Programmpalette enthält von Kids-Fun Tagen mit spannenden Themenschwerpunkten im Pool ( z.B. Nikolaustauchen) bis zur Kids-Tauchsafari im Roten Meer, Vieles, damit unsere Kinder dem Tauschsport treu bleiben. Unsere Konkurrenz sind nicht andere Tauchschulen, sondern andere Trends (je nach Alter) und andere Trendsportarten.

Freunde, Klassenkammeraden, Geschwister werden von den Tauchkids eingebunden, indem sie ihre Erlebnisse mitteilen und Fotos herzeigen – soziale Netzwerke mit ihren Posting-Möglichkeiten helfen uns dabei, Interesse bei Freunden zu wecken.

Unsere teilnehmenden Kinder sind selbst sehr kritische Kunden und äußern sehr rasch, was ihnen gut oder gar nicht gefällt.
www.kinder-tauchen.at; www.dive-company.eu

Wir Danke Christian Timmermann für seine ausführliches Feedback zu diesem Thema. Er hat sich durch ständige Verbesserung, die Hingabe Tauchen zu vermitteln und nicht zuletzt ein Team das Freude daran hat, seinen Platz in der Tauchbranche gefunden. Der Erfolg spricht für ihn…

Conny Gohdes Regional Manager